Vom Leben und vom Sterben
Heute möchte ich mit dir über das Leben reden.
Dich leben - dig fühlen.
Was bedeutet das für dich?
Was braucht es, damit du dich dem Leben so richtig hingeben kannst?
Für mich heißt Lebendigkeit Freude empfinden, mich stimmig fühlen, mich aktiv wahrnehmen.
Ein Gefühl des erfüllt Seins. Durch mein Tun zum Leben etwas Gutes beitragen.
Unter Leben verstehen wir als erstes das Leben mit einem Körper und durch diesen Körper.
LEBEN kann aber auch ein Überbegriff sein: Für das Leben und den Tod.
Der Tod, von dem wir wissen, dass er ein Teil des besagten Lebens ist, gewährte sich letzte Woche Eintritt in mein Leben, in dem meine Mutter mit fast 96 Jahren starb.
Sie ging friedvoll in ein anderes Dasein hinüber ohne Körper, ohne Schmerzen, mit hoffentlich viel Bewusstsein. Hier ist sie nun nicht mehr lebendig und doch fühlt sie sich auf ihre Weise lebendig an.
Sie startet nun eine neue Reise, genau wie mein Bruder und
ich( wir sind beide umgezogen).
Alles fast zur gleichen Zeit, wissend, dass wir hier auf der Erde und sie
im Universum gut aufgehoben sind.
Zum Leben gehört demnach ebenso wie Glück und Freude auch die Trauer und das Wissen darum, nicht mehr mit ihr auf die übliche Art und Weise zusammen sein zu können.
Hier der Text aus meinem Buch „Dein Wunder bist DU!“ über das Leben.
Bevor ich sterbe
Bevor ich sterbe, will ich Alles geben
Bevor ich sterbe, will ich wahrhaft leben
Bevor ich sterbe, will ich wirklich lieben
Bevor ich sterbe, will ich tanzen und lachen
Will ich tausend verrückte Sachen machen
Will ich meine Sinne spüren
Will hören, sehen, riechen,
die Hände zur Berührung eines Geliebten führen
Bevor ich sterbe, will ich innehalten
wachsam sein und mich entfalten
Bevor ich sterbe, will ich danken
Will ich niederreißen all meine Schranken
Will ich voll und ganz vertrauen
Will ich lernen, wahrhaft auf Gott zu bauen
Will ich`s begreifen, verstehen das Leben
Bevor ich sterbe, will ich Alles geben!
So scheint es, als wäre das Leben zu Ende, dabei ist nur ein Teil davon zu Ende gegangen.
So scheint es, als hätte man noch so viel Zeit und hält oft Vieles zurück.
So scheint es manchmal, als hätte das Leben keinen Sinn, nur weil ihn gerade nicht erkennen.
So erscheint der Himmel wolkig, obwohl über den Wolken immer und immer die Sonne scheint.
Das Leben und das Sterben gehören zusammen. Doch die Jahre dazwischen können wir füllen.
Wir können es mit Dramen füllen oder mit Liebe. Liebe bedeutet nicht, alles hinzunehmen, sondern mit Liebe die Wahrheit zu suchen, zu finden und leben.
Von Herzen
Ingrid
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